wenn ein Nachbar mit Energie versorgt wird.
Die Straße am Heuselbach war kurzfristig nicht zu nutzen.
Erstens sage ich Nachbar und nicht Ansässiger, zweitens ist das Thema schon
lange bekannt. Es hat nur niemanden interessiert.
Dabei hält der Fortschritt Einzug in den Heuselbach, ich vermute es wird eine Straßenbeleuchtung geben,
denn bisher hat die Stadt Schwäbisch Gmünd und der Ortvorsteher unsere Straße sprichwörtlich im Dunkeln gelassen.
Stirnlampen und Reflektoren begleiten mich seit meiner Kindheit bis heute.
Allerdings ist der Preis dafür sehr hoch.
Seit Januar werden wir hier eingesperrt.
Seit Januar wissen wir nicht, ob wir Termine wahrnehmen können.
Seit Januar ist der erste Blick aus dem Fenster, um vielleicht schnell noch das Auto wo anders abzustellen.
Seit Januar leben wir im Dreck und im Lärm.
Dann kam gestern dieses Schreiben von der Stadt Schwäbisch Gmünd:

Was denken Sie, wie das bei Menschen/Ansässigen ankommt, dass schon wieder eine Freiheitsberaubung stattfindet?
Natürlich müssen wir das hinnehmen, denn es ist für die Allgemeinheit.
Aus Erfahrung kann ich sagen:
Rufen Sie nicht an, die Antwort, die Sie bekommen habe ich Ihnen oben schon gegeben.

7 Monate Vertuschung, Schönreden, Beschwichtigungen und Verleugnung – denn niemand ist zuständig.
Weder die Baufirma, noch die Stadt samt Ortsvorsteher noch der Bauherr.
Einen Dummen gibt es, die Lieferanten dieser total durchdachten Baustelle.
Die müssen schauen, wie sie mit der Situation und den riesigen Mengen an Material klarkommen.
Während die Bauleitung im trockenen Container sitzt mit einem hübschen Ausblick auf den selbst erschaffenen Heuselbach 2.
Nicht zuständig, das zieht sich durch.